Weisser Hai in Wolfgangsee gesichtet
Salzkammergut in Angst und Schrecken
Das österreichische Salzkammergut rund um den Wolfgangsee befindet sich seit gestern in erhöhter Alarmbereitschaft. Wie das Blatt ”Der Seeadler“, die grösste regionale Tageszeitung im Salzkammergut, vermeldete, haben Urlauber einen Weissen Hai nur wenige Meter von der Uferpromenade von St. Gilgen entfernt gesichtet. Obwohl die Rückenflosse des grössten Räubers der Meere nur wenige Sekunden an der Oberfläche des Sees sichtbar war, waren sich die anwesenden Augenzeugen einig, dass es sich um einen “Grossen Weissen“ handelte.
Sepp Furche vom heimischen Tourismusverband wiegelt die Sache allerdings ab und beschwichtigt die verunsicherten Gäste: “Natürlich ist die ganze Angelegenheit unangenehm. Aber wir werden der Sache natürlich auf den Grund gehen. Vielleicht haben die Gäste ja gar keinen Hai gesehen, sondern es handelt sich um das ausgefahrene Teleskop von unserem U-Boot. Denn unser Heimatverein fährt jeden Mittwoch zum Hochseefischen raus. Gut möglich, dass da nur eine kleine Verwechslung vorliegt. Aber wir werden jetzt erst einmal den Strand sperren lassen und uns diesen Hai-Experten, Sie wissen schon, diesen Roy Scheider aus Amerika, einfliegen lassen. Der soll sich das Ganze einmal in Ruhe anschauen. Und dann sehen wir weiter.”
Franziska van A., eine deutsche Urlauberin, welche seit Jahren ihren Badeurlaub auch im Winter in der österreichischen Idylle verbringt, sagte vor Angst bibbernd: “Das war sicher kein Graskarpfen. Ich kenne diese glitschigen Dinger von früher. Aber das war hundertprozentig ein Hai. Ich kann …, ich muss …, ich habe…. Ich bin jetzt vollkommen mit den Nerven runter.”
Auch Lothar M., ebenfalls aus Deutschland und eigentlich auf Flitterwochen, seiner 34. Hochzeitsreise, wie er stolz berichtete, sprach von einem Skandal: “So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich hab zwar lange in München gewohnt und einmal im Starnberger See einen Albatros gesehen, aber einen Weissen Hai?“ Obwohl der örtliche Touristenverband dem Pauschalurlauber eine Verlängerungswoche zum halben Preis anbot, reiste Lothar M. zornentbrannt nach Amerikanisch-Samoa ab, wo er, wie er glaubhaft versicherte, gerne gesehen sei (dazu siehe: “Fussball-WM 2014 in Brasilien abgesagt“). In diesem Zusammenhang bittet “Freie Zeit“, der Blog für Wiederholungstäter und Pauschalangebote, den eilfertigen Gast, seine derzeitige Braut abzuholen, welche er in St. Gilgen vergessen hat.
Richard L., der weltbekannte österreichische Opernball-Ruinenbaumeister und anerkannter Experte für An-AlphabetInnen und Anal-PhabetInnen, nahm die ganze Sache allerdings mit dem ihm eigenen hintergründigen Humor. Obwohl der gern gesehene Gast erst wenige Minuten zuvor selbst noch im Wolfgangsee baden ging, eine seiner seit langer Zeit schon hervorstechendsten Merkmale, erwiderte er auf die Frage, ob er keine Angst hatte: “Schaun´s, woans so lange Joahre mit an Mausi unter aan Dach zsammgwoanht hoan wia i, dann kennst ka Oangst vuur goar nix. Do is soa a Fisch a Lerchl dagegn. Woi, woan sie aaner mit da Viecher auskennt, dann i.” Und zum Beweis sprang der umtriebige Mausi-Katzi-Hasi-Dompteur gleich noch einmal in den stillen See.
Vom Weissen Hai fehlt allerdings seither jede Spur.


Ein Artikel in dem Lother M. und Ruinenmeister und KleintierDompteur Richard L. erwähnt werden erinnert unweigerlich an “große Haie, kleine Fische”! In diesem Zusammenhang ebenfalls ineteressant ist das Gerücht, dass Richard L. lebenslanges Einreiseverbot in Disney World haben soll, schließlich wird das Königreich von einem Mausi regiert!
Kommentar von Der Kritiker — 28.2.2011 @ 18:44
Lieber Kritiker, Du greifst mir wieder einmal vor. Aber das bin ich von Dir gewohnt. Denn ich bin gerade an einem ganz dicken Fisch dran. Und das betrifft eben jene Maus mit den vier Fingern. Denn wie ich demnächst enthülle, handelt es sich in Wahrheit um ein ganz anderes Nagetier. Also lass Dich überraschen.
Kommentar von Paul Boegle — 3.3.2011 @ 22:15