Wenn der Postmann zweimal klingelt und verzweifelt klingt
Postbeamter jahrelang in stillgelegter Telefonzelle gefangen
Nur durch eine großangelegte Rettungsaktion konnte kurz vor den Feiertagen ein vollkommen erschöpfter Postmann, der Jack Nicholson zum Verwechseln ähnlich sieht, aus einer Telefonzelle befreit werden und blieb wie durch ein Wunder unversetzt. Der seit mehr als 90 Jahre im geschobenen Dienst sitzende Oberamtsbereichsposthornausblasdröhnbeamte Bert Bertram Berthold Buntspecht-Stiefelknecht, welcher für die Befreiungsaktion des im Moment wegen einer entzündeten Briefbeschwerde im Rollstuhl sitzenden Fachamtsmittelinspektorialposthornhautbeamten Johannes Jakob Muschel, welcher beim täglichen Posthornhaut Abschaben in seinem Abschabbezirk immer wieder mit Jack Nicholson verwechselt wird, zeigte sich nach der gelungenen Befreiung aus einer seit 17 Jahren stillgelegten Telefonzelle mehr als erleichtert und musste sich danach erst einmal erleichtern, bis ihm bedeutend leichter wurde.
Auf die anschließende Frage, wie er denn Wind davon bekam, dass hier ein Kollege in tiefster Not und kurz vor der Mittagspause vollkommen wehr- und hilflos auf Rettung warte, drückte sich der selbstlose Mann nach dem Drücken gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog voller haufenweise druckreifer Drückeberger und gedruckt gedrückter Berge voller Haufen, völlig bescheiden aus: “Normalerweise ist es so, dass der Postmann immer zweimal klingelt, bevor er zu klingeln beginnt. Dann weiß ich, dass alles in Ordnung ist. Aber als er vor 17 Jahren nicht zweimal geklingelt hat, bevor er mit dem Klingeln hätte beginnen sollen, klingelte es sofort bei mir. Da klingelten selbstverständlich alle Alarmglocken bei mir, als vor dem eigentlichen Klingeln kein zweimaliges Klingeln zu hören war. Da wusste ich, dass da was nicht stimmt. Ich hab dann noch 17 Jahre gewartet, weil man weiß ja nie, ob er vielleicht nur auf das zweimal Klingeln vergessen hat, bevor er hätte mit dem Klingeln beginnen hätte sollen wollen. Aber nachdem er nicht zweimal geklingelt hat und sofort zu klingeln begonnen hat, ohne vorher zweimal zu klingeln, da wusste ich, dass es jetzt ernst wird. Gottseidank hab ich den Kurs für Telefonzellenbefreiungen für Fortgeschrittene gemacht, sonst hätte ich ihn gar nicht befreien dürfen. Es ist ja nicht so, dass da jeder die Telefonzellentüre einfach so aufmachen darf. Man kann ja nie wissen, ob die nicht im Vollbrand steht oder sogar eine Geiselnahme da drinnen vor sich geht oder womöglich eine Briefbombe kurz vor dem Sendungsbewusstsein steht. Da heißt es kühlen Kopf bewahren. Dann hab ich einfach mein ganzes Spezialwerkzeug geschnappt, hab mir sicherheitshalber noch den ziemlich komplizierten Öffnungsmechanismus von so einer Telefonzelle auf einem Plan angeschaut und dann hab ich meinen Kollegen da rausgeholt. Keine große Sache für einen Spezialisten wie mich.”
Bert Bertram Berthold Buntspecht-Stiefelknecht der Postmann, der in seinem Zudröhnbezirk, welchen er schon seit fast 90 Jahren innehat und von seinem Vater Bert Bertram Berthold Buntspecht-Stiefelknecht dem älteren Postmann im Rang eines Oberüberamtsbereichsposthornausblasdröhnbeamten übernommen hat, der wiederum den Zudröhnbezirk von seinem Vater großväterlicherabseits und großmütterlicherjenseits, dem ehrwürdigen Bert Bertram Berthold Buntspecht-Stiefelknecht dem alten Postmann, einem verdienten Oberüberdrüberamtsbereichsposthornausblasdröhnbeamten und Mitglied der “Kaiserlichen Hof-Dradröhner zu und unter Pferde“, der also in seinem Zudröhnbezirk von allen nur ehrfürchtig “Der Mann, den sie Bert nannten” genannt und überrannt wird, machte aus seiner Freude über die erfolgreiche Rettungstat des Fachamtsmittelinspektorialposthornhautbeamten Johannes Jakob Muschel, der schon vor seiner Geburt bei seiner Mutter Magdalena Mathilda Mies-Muschel, geborene Martina Martha Mies ohne Muschel aber mit Muschi und verwitwete und verwässerte Monika Mechthild Muschel-Suppe mit mieser Muschi, wohnt und als unehelicher Beamter tadel- und tatenlos seinen knirschenden Sitzplatz kraft sitzendem Platzhirsch verrichtet, wird allerdings die nächsten 14 Jahre erst einmal zuhause verbringen, um wieder nach Leibeskräften zu saftigen Kräften zu kommen. Dass er dabei Jack Nicholson zum Verwechseln ähnlich sieht, stört ihn dabei weniger. “Es stört mich eigentlich nicht, dass ich dauernd mit Jack Nicholson verwechselt werde. Ich habe mich damit abgefunden.” sagte er nach der Telefonzellen-Befreiung gegenüber “Freie Zeit“, dem Blog für bohrende Fragen und löchrige Antworten auf die Frage von Katastrophenreporter Paul Boegle, ob es ihn nicht störe, dauernd mit Jack Nicholson verwechselt zu werden und ob er sich schon damit abgefunden hätte.
Dass “Der Mann, den sie Bert nannten“, wie Bert Bertram Berthold Buntspecht-Stiefelknecht der Postmann, der dröhnen kann, liebevoll von all seinen schön Zugedröhnten nur genannt wird, jetzt das “Misslungen geschwungene Posthorn am laufenden Band” aus den Händen von Oberordensverleihungsoberregierungsamtsleitungsvizeleiter Karl Friedrich von und zu Zu und Von für sage und schreibe zwei Jahre, sieben Monate und 14 Tage verliehen bekommt, bevor er es wieder zurückgeben darf, ist eine wirklich schöne Geste. Ob allerdings Johannes Jakob Muschel noch einmal in den aktiven Posthornhaut-Abschabdienst zurückkehren wird, ist mehr als fraglich und steht in den Sternen.

